Funktioneller-, Kinesiotape- und Sportverband

Mit den verschiedenen Verbandstechniken fördern wir den Heilungsprozess auch während der Alltagstätigkeit, schonen die Verletzung ohne eine komplette Immobilisierung zu benötigen oder verbessern sogar physische Leistungen indem der Körper in einer anstrengenden Aktivität unterstützt wird.

Jede Methode hat ihre ganz bestimmte Anwendung und Vorteile, und so wird je nach Ziel die richtige verwendet werden. Vor allem im Sport bringen uns Verbandstechniken riesige Vorteile.

Funktionelle- und Sportverbände

Als funktionellen Verband bezeichnet man Verbände, die Gelenke teilimmobilisieren und dem Gelenk nur gewisse erwünschte Freiheitsgrade erlauben. Sie folgen den anatomischen Gegebenheiten des Bewegungsapparats, erhalten die Belastungsfähigkeit und können Verletzungen vorbeugen. Die Unterstützung der Bewegung durch funktionsgezielte Verbände, bei Einschränkungen durch Verletzung, zur Entlastung bei Überbelastungen, zur Kompensierung von anatomischen Fehlstellungen oder zur Stabilisierung von Gelenken, ermöglicht eine bessere und sicherere Ausführung des Bewegungsablaufs im Alltag sowie im Sport. Zu dem verhindert er, dass das Gelenk komplett immobilisiert wird und fördert daher den Erhalt der Muskulatur und verhindert Störung der Propriozeptoren (Nervenrezeptoren, die dem Gehirn Information über die Position der Extremitäten im Raum gewähren).

Die Anwendung von Kinesiotape bringt noch dazu ganz eigene Vorteile. Kinesiotape unterstützt nicht nur die natürliche Bewegung des Körpers, sondern kann bestimmte Funktionen auch verbessern/ erleichtern ohne die Beweglichkeit einzuschränken. 

Kinesiotape

Dieser dehnbare Verband, der Anfang der 70er Jahre von Kenzo Kase, einem japanischen Chiropraktiker, entwickelt worden ist, passt sich wie eine zweite Haut an die Dehnbarkeit des Körpers an und zieht sich auch wieder zusammen, ohne die Bewegungsfreiheit der Strukturen einzuschränken, wie z.B. die klassischen Verbandsmaterialien. Die Stilllegung von Muskeln oder Gelenken führt dazu, dass diese sich zurückbilden oder zu Fasziendistorzionen, Versteifung der Kapseln und Bindegewebe. Dies kann Stauungen des Blut- oder Lymphsystems verursachen, womit sich das Gewebe später schlechter regenerieren kann. Dies verhindert die Anwendung von Kinestiotape, und zudem fördert es die Durchblutung und den Lymphfluss, stimuliert Propriozeptoren und wirkt stoffwechselanregend. Die Hauptaufgabe beim Kinesio-Tape besteht darin, den körpereigenen Heilungsprozess zu aktivieren und zu unterstützen. 

Dadurch, dass das Kinesio-Tape an der Haut fixiert ist, wird bei Bewegungen die Haut gegen das darunterliegende Gewebe verschoben. Dieser ständige Informationsreiz soll durch die Aktivierung verschiedener Rezeptoren (Propriozeptoren) eine Signalübertragung an das zentrale Nervensystem auslösen und somit die Muskelspannung regulieren (Tonisierung).




Wer sich bewegt, bringt etwas in Bewegung

Robert Lerch

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