Wie schaut es im Sport aus?

Im Profisport sind Faszien schon sehr lange kein Fremdbegriff mehr. Im Training selbst wird schon aktiv vorbeugend gegen Faszienverformungen gesteuert, mit Übungen, Dehnen, Faszienrollen und Kinesiotaping.

Das Verformungsvermögen der Faszie hängt von der Flüssigkeit der extrazellulären Matrix ab. Diese hängt von gewissen Eigenschaften ab: 

  • Thixotropie:  Fähigkeit einiger Flüssigkeiten flüssig zu werden, wenn sie warm werden und sich zu verfestigen wenn sie kalt werden. 
  • Viskoelastizität: Wenn man ein viskoelastisches Material schüttelt, bwgn sich seine Moleküle untereinander, was Wärme produziert und somit seine Viskosität verringert: es wird flüssiger. Dies würde sich nach einer Ruhezeit wieder zurückbilden.
  • Hysterese: wenn eine verformende Kraft endet, kehrt der Körper in seine Anfangsposition in einer komplett anderen Geschwindigkeit und Art zurück.

Ein viskoelastisches Gewebe, wie die Faszien, kann man durch Temperaturvariation verändern, was eine Veränderung der Thixotropie ergibt, oder durch Anwendung von Druck oder Spannung. Daher ist es nicht überraschend, dass regelmäßiger Sport mitunter dazu beiträgt, die Faszien beweglich und geschmeidig zu halten. 

Während einer Muskelkontraktion, fängt das Fasziengewebe, vor allem die Sehnen, die mechanische Energie ab, um sie dann während der Bewegung freizusetzen und um die erzeugte Spannung durch innere und äußere Kräfte abzudämpfen. 

Des Weiteren, sind Verletzungen des myofaszialen Systems verantwortlich für Verlangsamung der Fähigkeit zur Regenerierung. Überlastungen im Sport können Veränderungen im Fasziensystem verursachen, die Schmerzen hervorrufen. Hier unterstützt die Faszientherapie das Bindegewebe dehnbarer und funktioneller zu machen, um die Regeneration nach dem Sport zu verbessern, was alles wiederum Verletzungen vorbeugt, aber auch um der Leistungssteigerung  beizutragen! 

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