Was machen Faszien?

Dieses System organisiert sich in Schichten, die von außen nach innen wären:

  1. Oberflächige Faszienschicht (fascia superficialis): hat wenig Spannung und befindet sich im Unterhautgewebe und zieht Verbindungen ins Fettgewebe der Haut. Hier finden wir Gefäße (Venen, Adern und Lymphe) und Strukturen des Nervensystems (unter anderem Pacini-Körper). Diese Schicht erlaubt der Haut sich in viele Richtungen über den unteren Geweben zu bwgn.
  2. Tiefe Faszienschicht (fascia profunda): ist resistent, dicht und kompakt. Sie teilt den Körper in Kompartimente auf und trägt zur Form und Funktion bei. Sie umschließt die Knochen, Organe und Muskeln (Epimysium), die sie teilweise auch durchdringt (Perimysium und Endomysium). Diese Schicht kann auch spezialisierte Elemente formen, wie die Pleura oder das Pericardium.
  3. Viszerale Faszien: ein lockeres Areolargewebe, das sich um die inneren Organe schließt und dessen Bänder sowie Strukturen, wie das Omentum major oder das Mesenterium formen. In diesen befinden sich kleine Kreislaufkanäle und die Flüssigkeit dieser Faszie schmiert die Oberflächen der Eingeweide.

Die Funktionen des Fasziensystems sind sehr vielfältig. Die wichtigsten allen voran sind die Schutz- und Trägerfunktion, sie sorgen dafür, dass alles im Körper auf seinem Platz und in seiner Form bleibt. Somit dienen sie der Aufrechterhaltung der Körperspannung.

Die aktuelle Forschung versteht, das sich durch das Fasziengewebe eine reiche Anzahl an Neurorezeptoren ziehen (darunter Propriozeptoren und Nozizeptoren). Dadurch sind Faszien, neben der rein strukturellen Funktion, Übernehmer sehr umfangreicher mechanoreceptiven Informationen (Impulse von thermischer und chemischer Natur, Druck, Vibration und Bewegung), die vor allem über die Verbindung zu anderen Körperstrukturen entstehen, und Überträger die diese ans Nervensystem weiterleiten.  

Die Lymphkanäle liegen innerhalb dieses Bindegewebes, wodurch Abfallstoffe transportiert werden. Faszien sind also ein Transportkanal für Nahrungs- und Abfallstoffe, und zusätzlich ein Wasserreservoir, um die Verfügbarkeit von Energie und Nährstoffen im umliegenden Gewebe zu sichern.
Sogar Immunzellen liegen in diesem Netz, die hier aktiv sind.

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